Selbstverstänis
einfache Sprache
Anarchie & Tierbefreiung
Worum es bei diesem Wochenende geht
Dieses Wochenende ist ein politischer Raum, den wir gemeinsam gestalten.
Er ist für Menschen, die sagen:
So wie Menschen und Tiere heute leben müssen, ist es nicht richtig.
Das wollen wir ändern.
Wir wollen uns treffen, reden, zuhören, voneinander lernen
und uns gegenseitig stärken.
Dieser Text erklärt:
- wofür dieses Wochenende da ist
- wie wir hier miteinander umgehen wollen
- was hier passt – und was nicht
Wofür wir kämpfen
Wir wollen, dass Menschen und Tiere frei leben können.
Ohne ausgebeutet zu werden.
Ohne Angst.
Ohne Gewalt.
Tiere werden heute benutzt, eingesperrt und getötet,
damit andere Geld verdienen können.
Das ist kein Versehen.
Das passiert jeden Tag – geplant und organisiert.
Darum glauben wir:
Es reicht nicht, Tiere ein bisschen besser zu behandeln.
Das Töten und Benutzen von Tieren muss aufhören.
Wie wir zu „Verbesserungen“ stehen
Manche sagen:
„Wenn es den Tieren etwas besser geht, ist das doch gut.“
Wir sagen:
Nicht alles, was besser aussieht, hilft wirklich.
Für uns sind Veränderungen nur dann sinnvoll, wenn sie:
- von vielen Menschen gemeinsam erkämpft werden
- denen schaden, die an Ausbeutung verdienen
- dabei helfen, Ausbeutung ganz zu beenden
Was wir ablehnen:
Dinge, die Ausbeutung netter aussehen lassen,
aber sie weiterlaufen lassen.
Ein Beispiel:
Wenn Ställe umgebaut werden, damit Tiere etwas mehr Platz haben,
aber weiter eingesperrt und getötet werden,
dann fließt viel Geld in genau das, was wir eigentlich beenden wollen.
Darum fragen wir immer:
Hilft das, Ausbeutung zu beenden – oder hält es sie am Laufen?
Was hier keinen Platz hat
Dieses Wochenende ist nicht der richtige Ort für:
- klassischen Tierschutz, bei dem Tiere weiter benutzt werden
- die Idee, dass richtiges Einkaufen oder Konsum etwas löst
- Schuldzuweisungen an einzelne Menschen
- Veganismus als Trend, Lifestyle oder Selbstdarstellung
- Lösungen durch Firmen, große Organisationen oder den Staat
- Tierbefreiung, die nichts mit anderen Formen von Unterdrückung zu tun haben soll
Klare politische Grenzen
Dieser Raum ist nicht offen für alles.
Hier ist kein Platz für Gruppen, Inhalte, Kleidung und Werbung die:
- Unterdrückung von Menschen kleinreden oder ignorieren
- sich nicht klar von rechten oder menschenfeindlichen Ideen distanzieren
- Macht, Kontrolle oder Gewalt gutheißen
- Tierbefreiung von anderen Befreiungskämpfen trennen
Dazu gehören zum Beispiel:
Anonymous for the Voiceless, „Militante Veganerin“, „Richtig laut vegan“ und „Neon Protest“.
Diese Grenze richtet sich nicht gegen einzelne Menschen,
sondern gegen politische Inhalte, die hier nicht passen.
Wie wir miteinander umgehen
Wir wollen einen Raum, in dem sich Menschen sicher fühlen können.
Das heißt:
- Kein Platz für Rassismus
- Kein Platz für Sexismus
- Kein Platz für Queer- oder Transfeindlichkeit
- Kein Platz für Ableismus
- Kein Platz für Antisemitismus
Wir erwarten von allen:
- Diskriminierung ernst nehmen
- zuhören, wenn Menschen von ihren Erfahrungen sprechen
- Verantwortung für das eigene Verhalten übernehmen
Vergleiche mit dem Holocaust oder anderer schwerer Gewalt lehnen wir ab.
Gegen Ausbeutung – nicht gegen Menschen
Unser Protest richtet sich gegen:
diejenigen, die an Tierausbeutung verdienen.
Er richtet sich nicht gegen Menschen,
die in Ställen oder Schlachthöfen arbeiten
und selbst unter schlechten Bedingungen leben müssen.
Für dieses Wochenende gilt:
Keine Gewalt gegen Menschen.
Krise – und trotzdem weitermachen
Viele Dinge werden gerade schlimmer:
Umwelt, Klima, Armut, Kriege.
Wir wollen:
- uns gegenseitig unterstützen
- gemeinsam handlungsfähig bleiben
- Räume haben für Wut, Trauer, Erschöpfung und Hoffnung
Dieses Wochenende soll genau so ein Raum sein.
Solidarität mit Palästina
Wir stehen an der Seite der Menschen in Palästina.
Unsere Solidarität richtet sich gegen Gewalt und Unterdrückung.
Sie richtet sich nicht gegen jüdische Menschen.
Hass gegen jüdische Menschen lehnen wir ab.
Die palästinensische Flagge und das Tragen einer Kufiya
verstehen wir hier als Zeichen von Solidarität,
nicht als Nationalismus.
Parteien & Symbole
Dieses Wochenende ist kein Ort für Parteien.
Parteien dürfen hier nicht:
werben, oder sich darstellen.
Parteimitglieder können als Privatpersonen teilnehmen,
wenn sie dieses Selbstverständnis respektieren.
Bitte keine Nationalflaggen oder nationalistische Symbole.
Awareness & Verantwortung
Wir wollen einen Raum,
in dem Menschen sich ernst genommen fühlen.
Grenzverletzendes oder diskriminierendes Verhalten
wird nicht ignoriert.
Wir erwarten von allen:
- Verantwortung übernehmen
- bereit sein, aus Fehlern zu lernen
Ein Awarenesskonzept mit Ansprechpersonen
wird vor dem Wochenende veröffentlicht.
